top of page
Fliegerhorst S (22).JPG

Verlassener Fliegerhorst S.

Der Flugplatz S. wurde 1913 errichtet. Im gleichen Jahr wurde die Firma Fokker Aeroplanbau G.m.b.H. dazu bewegt, den neuen Platz als Flugschule und Produktionsbetrieb zu nutzen. Im ersten Weltkrieg wurden hier über 3000 Flugzeuge gefertigt. 
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zog Anthony Fokker mit großen Teilen seiner Firma in die Niederlande um, die Fliegerbeobachterschule musste geschlossen werden. Teile der Flugzeughallen der Fokkerwerke mussten auf Befehl der Siegermächte aufgegeben werden und der Flugplatz lag als Notlandeplatz brach. 1934 erwarb die Deutsche Verkehrsfliegerschule den Platz von der Stadt und begann mit groß angelegten Umbauarbeiten.  Es entstanden Wirtschaftsgebäude, Flugzeughallen, Mannschafts- und Offiziersunterkünfte, mehrere große Schießstände für Waffentests, Munitionsbunker, eine Flugzeugwerft, eine Leitstelle mit Feuerwache und eine Krankenstation. Mit Einrichtung der Fliegerhorst Kommandantur begann 1935 wieder der militärische Flugbetrieb, mit der Errichtung des "Sturzkampfgeschwader S." Angelehnt an dem Flugplatz wurden 1935 auch die Anlagen des Luftzeugamtes Schwerin, später Luftzeugamt 1/XI errichtet. Am 30. April 1945 verließen diese letzten Einheiten S. in Richtung Leck. Im Verlauf des 1. Mai 1945 erreichten amerikanische Einheiten S. und besetzten Stadt und Flugplatz. Am 1. Juli 1945 räumten die Amerikaner den Platz und übergaben diesen der Roten Armee. Nach dem Krieg erfolgte keine fliegerische Nutzung mehr. Das Gelände wurde aufgeteilt, und zwar sowohl in einem militärisch (bis 1993 sowjetische Kaserne, zuletzt FlaRakRgt 896, als auch in einem zivil genutzten Bereich (Industrieansiedlung).
Heute stehen die noch vorhandenen zwei Flugzeughangars und der Tower aus den 30iger Jahren unter Denkmalschutz und sind dem Verfall preisgegeben. Beim Durchstreifen der baufälligen Gebäude entdeckt man noch ein paar interessante Fotomotive.

bottom of page