1. Die Steinmühle
Die Steinmühle wurde 1303 als Getreidemühle von den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Zinn erbaut und von diesen betrieben. Bis 1766 wurde die Mühle als Getreidemühle genutzt, bis der damalige Mühlenmeister eine Genehmigung zur Anlegung einer Schneidemühle (Sägewerk) erhielt.
1845 wurde sie wieder abgerissen und danach als Ölmühle wiederaufgebaut. Ende 19. Jahrhunderts wurde auf Dampfkraft erweitert und die Mühle zur Strohpapierstoff-Fabrik umgebaut. Sie wurde auch weiter als Dampfmühle genutzt. 1918 firmiert die Mühle als „G. Thiele Steinmühle“. Inhaber war Emil Gericke, der Schwiegersohn von G.Thiele. 1934 wurde die Dampfmaschine durch einen Motor ersetzt und die Mühle vergrößert.

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Verlassener Fliegerhorst S.
Der Flugplatz S. wurde 1913 errichtet. Im gleichen Jahr wurde die Firma Fokker Aeroplanbau G.m.b.H. dazu bewegt, den neuen Platz als Flugschule und Produktionsbetrieb zu nutzen. Im ersten Weltkrieg wurden hier über 3000 Flugzeuge gefertigt.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zog Anthony Fokker mit großen Teilen seiner Firma in die Niederlande um, die Fliegerbeobachterschule musste geschlossen werden. Teile der Flugzeughallen der Fokkerwerke mussten auf Befehl der Siegermächte aufgegeben werden und der Flugplatz lag als Notlandeplatz brach. 1934 erwarb die Deutsche Verkehrsfliegerschule den Platz von der Stadt und begann mit groß angelegten Umbauarbeiten. Es entstanden Wirtschaftsgebäude, Flugzeughallen, Mannschafts- und Offiziersunterkünfte, mehrere große Schießstände für Waffentests, Munitionsbunker, eine Flugzeugwerft, eine Leitstelle mit Feuerwache und eine Krankenstation. Mit Einrichtung der Fliegerhorst Kommandantur begann 1935 wieder der militärische Flugbetrieb, mit der Errichtung des "Sturzkampfgeschwader S." Angelehnt an dem Flugplatz wurden 1935 auch die Anlagen des Luftzeugamtes Schwerin, später Luftzeugamt 1/XI errichtet. Am 30. April 1945 verließen diese letzten Einheiten S. in Richtung Leck. Im Verlauf des 1. Mai 1945 erreichten amerikanische Einheiten S. und besetzten Stadt und Flugplatz. Am 1. Juli 1945 räumten die Amerikaner den Platz und übergaben diesen der Roten Armee. Nach dem Krieg erfolgte keine fliegerische Nutzung mehr. Das Gelände wurde aufgeteilt, und zwar sowohl in einem militärisch (bis 1993 sowjetische Kaserne, zuletzt FlaRakRgt 896, als auch in einem zivil genutzten Bereich (Industrieansiedlung).
Heute stehen die noch vorhandenen zwei Flugzeughangars und der Tower aus den 30iger Jahren unter Denkmalschutz und sind dem Verfall preisgegeben. Beim Durchstreifen der baufälligen Gebäude entdeckt man noch ein paar interessante Fotomotive.



















